Inhaltsverzeichnis

Vorwort 

Das transzendente Bewusstsein 

Es war einmal 

Musik als Spiegel 

Die innere Familie 

Traumatische Erfahrungen 

Falsch und Schuldgefühle 

Seelenliebe 

Liebesflussverbindung 

Seelisch-irdisches Bewusstsein 

Liebevolle Energien 

Das Licht des Übergangs 

Körperheilung 

Liebesenergieheilung 

Seelische Weltsicht 

Seelengemeinschaft 

Opfer-Täter-Kreislauf 

Schlusswort

Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich freue mich über dein Interesse an diesem Buch und möchte mich dafür herzlich bei dir bedanken.

Bedanken möchte ich mich außerdem bei all meinen Seelenverbindungen, die mich auf meinem Weg bis hierher begleitet haben, bei denen, die mich weiterhin begleiten, und bei all jenen, denen ich auf meinem Weg vielleicht noch begegnen werde.

Dieses Buch erhebt weder den Anspruch, ein Fachbuch zu sein, noch versteht es sich als Lebensratgeber zur Selbsthilfe. Es beschreibt vielmehr meine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse, die ich auf meinem Weg in das transzendente Bewusstsein und darüber hinaus auch als Bewusstseinscoach gesammelt habe.

Es liegt allein in deiner Entscheidung, welche Gedanken und Erfahrungen du für dich annehmen möchtest und welche nicht.

Fühl dich eingeladen zu einer faszinierenden Reise der Persönlichkeitsentwicklung und Bewusstseins-erweiterung – hin zu einem transzendenten Bewusstsein.

Das transzendente Bewusstsein

Das transzendente Bewusstsein bedeutet ein vollständig erkanntes und harmonisch verbundenes Bewusstsein, das von der Seele bis in das irdische Bewusstsein hinein wirkt.

Die irdischen Bewusstseinsanteile sind als innere Familie erkannt – bestehend aus einem inneren Kind, einer inneren Frau und einem inneren Mann. Diese inneren Anteile werden bewusst wahrgenommen, geheilt und als Transzendenzerfahrung aus dem Seelischen Bewusstsein miteinander verbunden, sodass Liebe, Vertrauen und innere Freiheit zu sich selbst und zu anderen gelebt werden kann.

Meine Wahrnehmung aus dem transzendenten Bewusstsein heraus:

Im alltäglichen Bewusstsein des Menschen wirkt die Seele eher neutral. Als transzendente Erleuchtungserfahrung nimmt man sich als Seele wahr – zeitlos, eingebettet in das Universelle Ganze, verbunden mit allem und erfüllt von reiner Liebe.

Die Seele ist ein kleiner, fraktaler Teil des Universellen Ganzen und wird von vier Energiekörpern umgeben bzw. durchdrungen:

Einem seelischen Energiekörper, einem weiblichen Energiekörper, einem männlichen Energiekörper und dem Ätherleib.

Die Seele verwirklicht sich als Mensch in der irdischen Welt und trägt ihre Energiekörper und alle darin gespeicherten Erfahrungen nach dem physischen Leben wieder mit sich.

Wenn diese Energiekörper durch Persönlichkeitsentwicklung und Bewusstseinserweiterung geheilt werden, gelangen sie erneut in Einklang. So entsteht ein harmonisches Miteinander von Seele und Energiekörpern, das sich im Leben als innere Familie im transzendenten Bewusstsein ausdrückt.

Ich konnte auf diese Weise erstmals spüren, wie es sich anfühlt, als Seele zu existieren. Erinnerungen und Zusammenhänge tauchten auf und zeigten mir:

Alles ist miteinander verbunden. Es gibt keine Trennung. Das transzendente Bewusstsein umfasst die universell eingebettete Seele mit ihrem Liebesfluss, der durch das innere Kind, die innere Frau, den inneren Mann und den materiellen Körper wirkt.

Die entscheidende Frage ist: Mit welchen Bewusstseinsanteilen identifizieren wir uns?

Viele Menschen sind leider so sehr von alten Verletzungen geprägt, dass sie ihre traumatischen Erfahrungen und Gefühle verdrängen und den Zugang zu ihrem eigenen ganzheitlichen Bewusstsein verloren haben. Stattdessen identifizieren sie sich mit alten Mustern aus vergangenen Leben, übernommenen Prägungen aus Familie, Gesellschaft und Kultur, sowie den daraus entstandenen Verletzungen.

Über viele Leben hinweg entwickelten sich aus diesen Verletzungen und Enttäuschungen Falsch- bzw. Schuldgefühle, Minderwertigkeitsgefühle, Ängste, wie nicht gerecht werden zu können oder abgelehnt zu werden und eine Opferhaltung, die stets nach Liebe und Anerkennung sucht.

Doch aus dieser Opferrolle heraus entsteht oft auch die Täterrolle: Ein Macht- und Kontrolldenken, das aus Mangel heraus andere übergeht oder deren freien Willen missachtet, um sich selbst vermeintlich zu schützen oder persönliche Vorteile zu sichern.

Und Hand aufs Herz: Kennen wir das nicht alle?

Jeder von uns hat es in sich, bewusst oder unbewusst. Und alles, was wir anderen zufügen, fügen wir letztlich unserem eigenen inneren Opfer zu.

Dieses Muster zeigt sich für mich überall:

In Beziehungen, im Umgang mit Kindern, Tieren und der Natur, in Religionen, Spiritualität, Politik, Wissenschaft, im Arbeitsalltag und sogar in unserer Wirtschaft.

Vieles basiert auf diesem „Besser-als-Denken“ – ein Teufelskreis, der seinen Ursprung meiner Erfahrung nach vor sehr langer Zeit im Liebesmangel hatte.

Doch jetzt ist die Zeit, diese Liebe wieder anzunehmen, ganz gleich, was in der Vergangenheit geschehen ist.

Wenn wir uns für bedingungslose Liebe, also für die Seelenliebe entscheiden, die Opfer-Täter-Dynamik hinter uns lassen und durch Bewusstseinserweiterung ein seelisch-irdisch verbundenes Bewusstsein entwickeln, ändert sich alles: Machtstrukturen lösen sich auf, und ein Leben aus Liebe, Vertrauen, Freude, Bestimmung und Eigenverantwortung entsteht.

Wahre Führung beginnt bei uns selbst. Sie erwächst aus dem Seelenplan und wird nicht erzwungen, sondern als Geschenk angeboten – mit Liebe, Dankbarkeit und Verantwortung zum Wohl aller.

Aus dem transzendentem Bewusstsein heraus wird dieses Geschenk zu einer tief erfüllenden Erfahrung, die im Einklang mit dem Universellen Ganzen und dem Universellen Plan steht.

Doch das ist nicht der Anfang. Zu Beginn meiner Reise wusste ich noch nichts vom transzendenten Bewusstsein und als alte Seele, mit entsprechend vielen Inkarnationen, hatte ich zwar einen guten bodenständigen Erfahrungsschatz angesammelt. Meine Seele jedoch, konnte ich damals überhaupt gar nicht mehr wahrnehmen.

Es war einmal…

2005 – ein Jahr, das mein Leben grundlegend verändert hatte.

Damals war ich noch weit entfernt von Spiritualität und transzendenter Erkenntnis. Ich war Sänger und Gitarrist in einer Punkrockband, hatte gerade geheiratet und bin frisch Vater einer wundervollen Tochter geworden – und dann war da noch die Diagnose meines besten Freundes: Magenkrebs…

Ein Mensch, mit dem ich mehr als über ein Jahrzehnt Musik, Träume und Lebenswege geteilt hatte, sah sich plötzlich konfrontiert mit dem Tod. Dieses Jahr war geprägt von Freude und Schmerz, von Geburt und Abschied, von Hoffnung und Verzweiflung.

Hätte mir in diesen Tagen jemand gesagt: „Ich zeige dir den Weg in das transzendente Bewusstsein“ – ich hätte wohl abgewunken und mich abgewandt. Das Leben, so wie ich es kannte, hatte keinen Raum für solche Gedanken.

Ich war damals innerlich längst auf Rückzug. Es war das Erbe vieler Leben, vieler Erfahrungen, die sich in mir verdichtet hatten. Ich fühlte mich wie eine alte Seele, aber nicht als weiser Mensch.

Eher als jemand, der müde war. Müde von der Welt, müde von den Menschen – und am allermeisten müde von sich selbst. Ich hatte längst aufgehört, überhaupt an so etwas wie eine Seele zu glauben.

Meine Sicht auf das Leben war geprägt von Pessimismus. Ich war ein Revoluzzer. Meine Haltung zur Welt war Abwehr, Widerstand und Kampf.

Das spiegelte sich auch in unserer Musik wider. Punkrock war nicht einfach ein Stil – es war ein Ausdruck unseres damaligen Inneren.

Musik als Spiegel meiner damaligen Welt

Diese Aufnahmen stammen aus dem Best-of-Album „BSE – Evolution Revolution“ aus dem Jahr 2008. Sie erzählen von meiner damaligen Dunkelheit und meiner Suche, noch bevor ich wusste, dass ich überhaupt suchte:

BSE – Todesreigen

Der erste Song von BSE überhaupt. Der Text wurde 1995 von meinem besten Freund geschrieben, die Musik stammt von mir. Dieser typische BSE-Song begleitete uns durch viele Jahre.

BSE – Dämmerung

Dieser Song wurde 1998 von meinem besten Freund geschrieben, die Musik stammt von mir. Er verarbeitete darin den Verlust seines Vaters, der bereits in jungen Jahren an derselben Krankheit gestorben war, die ihn dann selbst traf. Für mich gewann dieses Lied erst nach seinem Tod eine tiefere Bedeutung. Heute sage ich: In diesem Song kann man erkennen, wie die Menschheit nach und nach ihr göttliches Licht verloren hat.

BSE – Raus hier

Einer der wenigen ruhigeren Songs, geschrieben 1998 von mir selbst. Wahrscheinlich war dieser Song der erste leise Hilferuf, ohne dass ich es verstand.

BSE – Erinnerungen

Eine Ballade, die ich 2005 schrieb. Ich drückte damit meine Gefühle in jener Zeit der Höhen und Tiefen, meiner inneren Leere, aus. Erst nach dem Tod meines Freundes erhielt dieses Lied für mich seine tiefste Bedeutung.

BSE – Evolution Revolution

Entstanden 2007. Nachbearbeitet 2013. Für mich das Symbol eines „neuen“ BSE. Moderner im Klang, aber die Themen blieben gleich: Kampf und Veränderung.

BSE – Abschied

Diese Ballade schrieb ich 2007. Sie ist mein persönlicher Abschied. Ein Abschied von unseren Fans, der Band und vor allem von meinem besten Freund. Ich wollte loslassen.

Nach dem Ende der Band spielte ich zunächst Gitarre bei einer befreundeten Band und startete ein kleines Coverprojekt mit alten Weggefährten. Doch tief in mir wusste ich: Es war vorbei. Ich konnte die innere Leere nicht länger übertönen. Und so fiel ich, langsam, aber unaufhaltsam, in ein tiefes Loch.

Auch meine Ehe und die Beziehung zu meiner Tochter litten unter meinen inneren Abstürzen. Ich zog mich mehr und mehr zurück und konnte meiner damaligen Frau nicht mehr wirklich begegnen. Die Distanz zwischen uns wuchs zunehmend, bis sie sich schließlich in einen anderen Mann verliebte. Auf seltsame Weise brachte uns genau das noch einmal zusammen und eröffnete uns die Möglichkeit, einander neu zu begegnen. Dennoch spürte ich, dass ich Hilfe brauchte, und suchte mir schließlich Unterstützung bei einer Psychotherapeutin.

Im Laufe der Jahre begann ich, mich intensiver mit Verschwörungstheorien, Okkultismus, Spiritualität und der Frage nach dem „Wer bin ich wirklich?“ auseinanderzusetzen. Das Internet ist voll damit.

Es war für mich ein inneres Erwachen in Etappen – getragen von vorübergehenden Erleuchtungszuständen, Begegnungen, Krisen und immer wieder neuen Erfahrungen.

2014 trennte ich mich von meiner damaligen Frau. Ich spürte, dass sie meinen spirituellen Weg nicht mitgehen konnte und wollte. Es war ein trauriger Abschied, aber wir blieben in gutem Kontakt, und meine Tochter durfte ich auch sehen, wann immer es für alle gut war.

In einer Beziehung zu einer schamanisch magisch arbeitenden Frau machte ich viele neue spannende, aber auch karmische Erfahrungen mit Astralreisen und Magie, erkannte jedoch bald unsere unterschiedlichen Sichtweisen. Sie wollte Ego und Dualität überwinden, die ewige Erleuchtung – ich war überzeugt, das Ego gehört zum Menschsein und braucht Heilung, nicht Verdrängung.

Wie das funktionieren sollte, wusste ich damals noch nicht. Erst eine spirituelle Lehrerin zeigte mir den heilsamen Umgang mit Gefühlen und das Konzept der inneren Familie als Psyche.

Die innere Familie

Hier geht es nicht um Archetypen – es geht um Identifikation. Jeder Mensch hat ein inneres Kind, eine innere Frau und einen inneren Mann. Das innere Kind symbolisiert die ursprünglichen Verletzungen, Bedürfnisse und kindlichen Gefühle bis zum siebten Lebensjahr und ist wichtig für das Urvertrauen. Die innere Frau steht für die emotionale Welt, das Fühlen, für Verbindung und Beziehungen – auch zur Seele. Der innere Mann steht für Verstand, Abgrenzung, Zielstrebigkeit, Struktur und Verwirklichung.

Nun ging es für mich darum, meine innere Familie erstmals bewusst kennenzulernen. Wie sollte ich als meine innere Frau sein – als Mutter und im Umgang mit meinem inneren Mann? Und umgekehrt genauso: Wie ging ich als innerer Mann mit meiner inneren Frau und meinem inneren Kind positiv und wertschätzend um?

Mit ein wenig Anleitung, Übung und Zeit gelang es mir, und so traute sich mein inneres Kind überhaupt erst raus. Ich erlaubte mir, zum ersten Mal in meinem Leben zart zu sein und meine elterliche Liebe vollständig anzunehmen.

Durch inneres Trösten, in den Arm nehmen und Worten wie: „Ich bin bei dir. Ich hab dich lieb. Du bist mir wichtig.“ heilte mein inneres Kind langsam an den positiven neuen Erfahrungen. Als Unterstützung nahm ich gerne Musik speziell für das innere Kind hinzu.

Seiten 23–54 sind in der Leseprobe nicht enthalten.

Schlusswort

Ein transzendentes Bewusstsein bedeutet nicht, über den Dingen zu schweben oder sich für erhaben zu halten. Es bedeutet vielmehr, mit einer seelisch- irdisch verbundenen Weltsicht durchs Leben zu gehen – mit einer großen Kompetenz, intuitiv mit allen Herausforderungen liebevoll umzugehen.

Und wenn es einmal nicht gelingt, darf man daraus lernen und es beim nächsten Mal anders gestalten.

Auf der Suche nach der Antwort, wer ich wirklich bin, habe ich weit in die Vergangenheit bis in meinen Ursprung geblickt. Dabei wurde mir bewusst: Der Mensch, der ich damals war, bin ich heute nicht mehr. Und doch war jede Erfahrung, jede Begegnung, jede Herausforderung und jede Erkenntnis ein wichtiger Teil meines bisherigen Weges. Ohne sie wäre ich nicht der Mensch, der ich heute bin.

Rückblickend erkenne ich, dass es auf diesem Weg nie darum ging, perfekt zu sein oder einen besonderen Bewusstseinszustand zu erreichen. Vielmehr ging es darum, immer mehr zu dem zurückzufinden, was ich in meinem tiefsten Wesen bereits bin. Mit jeder Erfahrung durfte ich mich selbst besser kennenlernen, Verantwortung für mein Leben übernehmen und Schritt für Schritt mehr Liebe, Vertrauen und Bewusstsein entfalten.

Dabei wurde mir bewusst, dass jede Seele auf ihre eigene Weise einzigartig und besonders ist. Es geht nicht darum, besser oder weiter entwickelt zu sein als andere, sondern die eigene Einzigartigkeit anzunehmen und bewusst zu leben.

Die Erfahrungen und Erkenntnisse meines Weges – sowohl aus meinem persönlichen Entwicklungsprozess als auch aus meiner Arbeit als Coach – habe ich in drei aufeinander aufbauende Coaching-Module zusammengefasst. Sie sind eine Einladung an alle Menschen, die sich bewusster mit sich selbst, ihren Gefühlen, ihren Beziehungen und ihrem eigenen Bewusstsein weiter entwickeln möchten.

Denn am Ende sind es nicht Erfolg, Besitz oder äußere Anerkennung, die unserem Leben seinen tiefsten Sinn geben. Es sind die Erfahrungen, die wir machen, die Liebe, die wir geben und empfangen, und die bewussten Schritte, die wir auf unserem eigenen Weg gehen.

Ich danke dir, dass du mich auf einem Teil meines Weges begleitet hast.

Alles Liebe

Sascha Herwig